Armaturendiagnose mit Datenlogger GL220/240

Wie eine kontinuierliche Überwachung von Industriearmaturen wertvolle Zeit und Geld spart.

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Bei Industriearmaturen kommt es während des Betriebsprozesses zwangsläufig zu Veränderungen von Dichtigkeit und Schließkraft. Die Durchführung einer Armaturendiagnose bei Maschinen und Anlagen vermeidet Ausfälle und macht notwendige Wartungsarbeiten besser planbar. Die Firma WESA-Control aus Stade zeigt, wie es geht.

Die WESA-Control GmbH aus Stade ist ein innovatives Unternehmen mit Schwerpunkt auf der industriellen Automatisierung im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Im Mittelpunkt steht die Sensorik an Industriearmaturen. Hierfür entwickelt die WESA-Control GmbH neue Messverfahren, mit denen die Armaturen schon im eingebauten, also im sogenannten Betriebszustand, geprüft werden können.

Wozu Armaturendiagnostik?

Während des Betriebsprozesses kommt es zwangsläufig zu Veränderungen von Dichtigkeit und Schließkraft an den Armaturen. Diese können unter Umständen den laufenden Betrieb gefährden. Daher ist die kontinuierliche Durchführung einer Armaturendiagnose z.B. in Chemieanlagen und Kraftwerken für jeden Betreiber ein Muss. Durch die Messung und Aufzeichnungen der Veränderungen werden Ausfälle rechtzeitig vermieden und notwendige Wartungsarbeiten besser planbar. Für wirtschaftliche, sicherheitstechnische und funktionale Entscheidungen kann auf aktuelle Messergebnisse zurückgegriffen werden. Dieses Prüfverfahren ist bisher weltweit einzigartig.

Wer profitiert von den aufgezeichneten Daten?

Der Anlagenbetreiber profitiert von den Aufzeichnungen und Auswertung der Messdaten, da er die Veränderungen an seiner Armatur durch den Prozesseinsatz jederzeit im Blick hat. Für Instandhaltungs- und Wartungsabteilungen sind die Messungen genauso wichtig. So sollte beispielsweise beim Einbau von Klappen das Einbaudrehmoment bekannt sein. Hier passieren jedoch häufig Fehler, die aber mit einer Messung der Torsionsmesskupplung (TMK) und einem Datalogger vermieden werden. Die Diagnostik bietet sich ebenfalls für Prüfstände an, auf denen Antriebe und Armaturen getestet werden. Hersteller von Armaturen oder Reparaturbetriebe können die Messergebnisse auch als Qualitätsnachweis für die jeweilige Armatur oder den Antrieb nutzen.

Die unterschiedlichen Merkmale der Armaturen können in einer Datenbank hinterlegt werden. Dies ist von großem Nutzen bei weiteren Service- und Inspektionsarbeiten.

 

 

 

 

 

Was leistet der Datenlogger GL 220/240?

Für die Armaturendiagnostik wurden verschiedene Messmethoden und Baumuster von WESA-Control getestet. Die Wahl des richtigen Datenloggers fiel dabei auf den GRAPHTEC midi Logger GL220 (Nachfolgemodell: GL240) von Althen. Die extreme Vielseitigkeit bzgl. der Aufnahme von Messwerten und Bereichseinstellungen kam der Entwicklungsarbeit bei WESA-Control sehr entgegen. Die Aufzeichnungsmöglichkeiten, Auswertung und individueller Messergebnisse bestätigten sehr schnell den Erfolg der Konstruktionen. Das platzsparende Gerät kann auch mit einem wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku betrieben werden und bietet so vielfältige Möglichkeiten für den mobilen Einsatz.

Durch die breite Anwendung der Messbereiche im Datalogger lassen sich auch Hubarmaturen und Regelarmaturen hervorragend messen und auswerten. Dank der positiven Erfahrungswerte, wird der Datenlogger von Althen seitdem von WESA-Control für die Armaturendiagnostik eingesetzt. 

Das aktuelle Nachfolgemodell des GRAPHTEC midi Logger GL220 ist der GRAPHTEC GL240.

Wie funktioniert das Verfahren?

Das Messergebnis der Torsionsmesskupplung (TMK) wird in mV vom Datenlogger gelesen, aufgezeichnet und zur Auswertung bereitgestellt. Zeitgleich wird der Antriebsdruck, der Weg von 0° bis 90°, mit aufgenommen. Drehmoment, Druck und Weg zeigen so in ideeller Weise, wie sich die Reibungskräfte in der Armatur entsprechend verhalten. Die Reibungskräfte und das vorhandene Drehmoment sind wichtig, um die Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit einer Armatur zu gewährleisten. Nun wird im Neuzustand eine Basiskurve aufgezeichnet und abgelegt. Bei jeder Bewegung im Betriebszustand werden nun die Basiskurve und die frisch erzeugte Betriebskurve verglichen. Auch im Stillstand und bei jedem Drehwinkel stellt sich ein verwertbares Messergebnis ein – der große Vorteil dieses Messverfahrens gegenüber herkömmlichen Verfahren.

Die Grafik links zeigt, dass im Schließbereich eine Veränderung eingetreten ist. Hier ist klar zu erkennen, dass eine Ablagerung von 0,2 mm an den Dichtringen eine große Anzeigeveränderung hervorruft (von 45 Nm auf 94 Nm angestiegen).

Die Erfahrung der Firma WESA-Control mit dieser Messmethode ermöglicht eine kostenreduzierende, wirtschaftliche Armaturendiagnose.