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Faseroptische OEM Boards für die Integration in kundenspezifische Systeme
Faseroptische OEM Boards ermöglichen die direkte Integration faseroptischer Messtechnik in bestehende Geräte, Maschinen und kundenspezifische Messsysteme. Die kompakten Signalaufbereiter erfassen die optischen Signale angeschlossener faseroptischer Sensoren, werten diese aus und stellen die Messwerte über analoge oder digitale Schnittstellen für das übergeordnete System bereit.
Je nach Ausführung eignen sich die OEM Boards zur Messung von Temperatur, Druck, Dehnung oder Weg. Dabei kommen unterschiedliche optische Messprinzipien zum Einsatz. WLPI-basierte Systeme (White Light Polarization Interferometry) ermöglichen die hochpräzise Auswertung interferometrischer faseroptischer Sensoren. Für Temperaturmessungen stehen zudem OEM Boards für GaAs-basierte faseroptische Temperatursensoren zur Verfügung.
Ein wesentlicher Vorteil faseroptischer Messtechnik ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen und hochfrequenten Störfeldern. Dadurch eignen sich die Systeme besonders für Messungen in Umgebungen, in denen elektrische Sensoren an ihre Grenzen stoßen – beispielsweise bei Hochspannung, starken elektromagnetischen Feldern, Hochfrequenz- und Mikrowellenanwendungen oder in der Medizintechnik und MRT-Umgebung.
Die OEM-Auswerteelektronik ist besonders kompakt aufgebaut und für die Integration in kundeneigene Geräte konzipiert. Abhängig vom Modell stehen ein oder mehrere Messkanäle, unterschiedliche analoge und digitale Schnittstellen sowie Varianten mit oder ohne eigenes Gehäuse zur Verfügung.
Kompakt, störungsfrei und flexibel integrierbar
Die faseroptischen OEM Boards von Althen verbinden präzise optische Signalverarbeitung mit hoher Designflexibilität. Damit können faseroptische Sensoren direkt in kundenspezifische Geräte und Messsysteme integriert werden.
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Flexible OEM-IntegrationKompakte und modulare Bauformen ermöglichen die Integration auch bei begrenztem Bauraum. Je nach Modell sind Ausführungen mit oder ohne Gehäuse sowie kundenspezifische Anpassungen und Private-Label-Lösungen möglich.
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Störungsfreie faseroptische MessungFaseroptische Sensoren sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen und hochfrequenten Störfeldern. Dadurch eignen sie sich besonders für Hochspannungs-, EMI-, RFI-, Mikrowellen- und MRT-Umgebungen.
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Vielseitige Messgrößen und SchnittstellenJe nach OEM Board können Temperatur, Druck, Dehnung oder Weg erfasst werden. Analoge und digitale Schnittstellen wie 0–5 V, ±5 V, RS-232 oder RS-485 erleichtern die Einbindung in übergeordnete Systeme.
Worauf Sie bei der Auswahl eines faseroptischen OEM Boards achten sollten
1. Messgröße bestimmen
Zunächst muss festgelegt werden, welche physikalische Größe erfasst werden soll. Die OEM-Auswerteelektronik ist je nach Modell für Temperatur-, Druck-, Dehnungs- oder Wegsensoren ausgelegt. Nicht jedes Board kann mit jedem faseroptischen Sensor kombiniert werden.
2. Sensortechnologie berücksichtigen
Die eingesetzte Auswerteelektronik muss zum optischen Messprinzip des Sensors passen. Für interferometrische Sensoren stehen WLPI-basierte OEM Boards zur Verfügung. Andere Geräte sind speziell für GaAs-basierte faseroptische Temperatursensoren ausgelegt.
3. Anzahl der benötigten Messkanäle festlegen
Die Anzahl der Kanäle richtet sich nach der Anwendung. Das Produktspektrum reicht von kompakten Einkanal- und Zweikanallösungen bis zu Mehrkanal-Systemen mit bis zu 16 Messkanälen.
4. Messgeschwindigkeit berücksichtigen
Abhängig von der Messaufgabe unterscheiden sich die benötigten Abtastraten. Für vergleichsweise langsam veränderliche Temperatur-, Dehnungs- oder Positionsmessungen können geringere Abtastraten ausreichend sein. Für dynamischere Druckmessungen stehen Lösungen mit höheren Abtastraten zur Verfügung.
5. Passende Schnittstelle auswählen
Für die Integration in das Host-System muss die gewünschte Ausgangsschnittstelle berücksichtigt werden. Je nach OEM Board stehen analoge Ausgänge wie 0–5 V oder ±5 V sowie digitale Kommunikationsschnittstellen wie RS-232 oder RS-485 zur Verfügung.
6. Einbauraum und mechanische Integration prüfen
OEM Boards sind speziell für die Integration in kundenspezifische Systeme ausgelegt. Bei sehr kleinen Geräten oder medizinischen Anwendungen kann die Baugröße deshalb ein entscheidendes Auswahlkriterium sein. Besonders kompakte Varianten ermöglichen die Integration auch bei stark begrenztem Bauraum.
7. Umgebungsbedingungen berücksichtigen
Faseroptische Sensorik bietet besondere Vorteile in Umgebungen mit starken elektromagnetischen Feldern, Hochspannung oder Hochfrequenz. Für Anwendungen in MRT-Systemen, Medizintechnik, Mikrowellenanlagen oder vergleichbaren Umgebungen sollte zusätzlich geprüft werden, welches Sensorsystem für die konkreten Anforderungen geeignet ist.
8. Anpassungsbedarf für die Serienintegration klären
Bei OEM-Projekten spielen neben den technischen Spezifikationen häufig auch Bauform, Gehäuse, Anschlüsse, Sensorverpackung und Kennzeichnung eine Rolle. Verschiedene OEM Boards können kundenspezifisch angepasst und teilweise auch als Private-Label-Lösung geliefert werden.
Unser technisches Expertenteam unterstützt Sie bei der Auswahl von Sensor, Auswerteelektronik und Schnittstelle sowie bei der Integration der faseroptischen Messtechnik in Ihr Produkt oder Messsystem. Kontakt zum Vertriebsteam
Typische Anwendungen für faseroptische OEM Boards
Faseroptische OEM-Auswerteelektronik kommt insbesondere dort zum Einsatz, wo präzise Messungen unter schwierigen elektromagnetischen Umgebungsbedingungen erforderlich sind oder die Messtechnik besonders kompakt in ein bestehendes Gerät integriert werden muss.
Typische Anwendungen sind:
- OEM-Messsysteme und kundenspezifische Geräte
- medizinische Geräte und Medizintechnik
- MRT- und Hochfeld-MRT-Anwendungen
- physiologische Temperaturmessungen
- physiologische Druckmessungen
- Katheter und medizinische Druckmesssysteme
- Hochspannungsumgebungen
- EMI- und RFI-belastete Umgebungen
- Mikrowellen- und Hochfrequenzanwendungen
- Forschung und Produktentwicklung
- industrielle Prozessüberwachung
- geotechnische Messsysteme
- Temperaturüberwachung in störungsintensiven Umgebungen
- kundenspezifische Mehrkanal-Messsysteme
Durch kompakte Bauformen und unterschiedliche Sensor-, Kanal- und Schnittstellenvarianten können die OEM Boards gezielt an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
Unsere Services
Häufig gestellte Fragen zu faseroptischen OEM Boards
Antworten auf die wichtigsten technischen Fragen
Was ist WLPI?
WLPI steht für White Light Polarization Interferometry. Bei dieser Technologie wird weißes Licht zur hochpräzisen interferometrischen Auswertung faseroptischer Sensoren verwendet.
Die WLPI-Technologie kann beispielsweise für faseroptische Temperatur-, Druck-, Dehnungs- und Wegmessungen eingesetzt werden und eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen elektrische Messverfahren durch elektromagnetische Störungen beeinflusst werden könnten.
Was sind faseroptische Sensoren und wie funktionieren sie?
Faseroptische Sensoren nutzen Licht zur Erfassung physikalischer Größen. Änderungen von beispielsweise Temperatur, Druck, Dehnung oder Position beeinflussen eine optische Eigenschaft des Sensors. Diese Veränderung wird über eine Glasfaser zur Auswerteelektronik übertragen und dort in einen digitalen oder analogen Messwert umgewandelt.
Da die Signalübertragung optisch und nicht elektrisch erfolgt, eignen sich faseroptische Sensoren besonders für Anwendungen mit starken elektromagnetischen Störungen oder hohen elektrischen Potentialen.
Welche Messgrößen können mit faseroptischen OEM Boards gemessen werden?
Abhängig vom eingesetzten Board und Sensor können unter anderem Temperatur, Druck, Dehnung und Weg erfasst werden.
Für universelle WLPI-Sensoren stehen Mehrkanal-Auswerteelektroniken zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es spezialisierte OEM Boards für faseroptische Drucksensoren sowie für GaAs-basierte Temperatursensoren.
Welche Vorteile haben faseroptische Sensoren gegenüber elektrischen Sensoren?
Ein wesentlicher Vorteil ist die Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen und hochfrequenten Störfeldern. Faseroptische Sensoren benötigen zudem am eigentlichen Messpunkt keine elektrische Signalübertragung.
Dadurch eignen sie sich besonders für Messungen in Hochspannungsanlagen, starken elektromagnetischen Feldern, Hochfrequenz- und Mikrowellenumgebungen sowie für spezielle medizinische Anwendungen wie Messungen in MRT-Systemen.
Wie lassen sich faseroptische Sensoren in OEM-Geräte integrieren?
Für die Integration werden kompakte OEM-Signalaufbereiter verwendet. Sie übernehmen die optische Auswertung des Sensors und stellen den ermittelten Messwert über eine für das Host-System geeignete Schnittstelle bereit.
Je nach Gerät stehen beispielsweise RS-232, RS-485 sowie analoge Ausgänge mit 0–5 V oder ±5 V zur Verfügung. Kompakte und modulare Bauformen sowie kundenspezifische Anpassungsmöglichkeiten erleichtern die Integration auch in Geräte mit begrenztem Bauraum.