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LVDT & RVDT Verstärker

Präzise Messverstärker zur Speisung und Signalauswertung von LVDT-Wegaufnehmern und RVDT-Drehwinkelsensoren – mit Normausgängen und unterschiedlichen Bauformen für industrielle Anwendungen.

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Messverstärker für LVDT- und RVDT-Sensoren

LVDT- und RVDT-Messverstärker dienen zur Speisung und Auswertung induktiver Weg- und Drehwinkelsensoren. LVDT-Sensoren (Linear Variable Differential Transformer) erfassen lineare Bewegungen und Positionen, während RVDT-Sensoren (Rotary Variable Differential Transformer) zur berührungslosen Messung von Drehwinkeln eingesetzt werden.

Beide Sensortypen arbeiten nach dem induktiven Differentialtransformator-Prinzip und benötigen eine Wechselspannung zur Anregung. Der Messverstärker erzeugt diese Speisespannung, wertet das vom Sensor zurückgelieferte Wechselspannungssignal aus und wandelt es in ein normiertes Analogsignal für die weitere Verarbeitung um.

Die LVDT- und RVDT-Verstärker von Althen stehen je nach Ausführung mit 0–10 V, ±10 V, ±5 V oder 4–20 mA zur Verfügung. Nullpunkt und Verstärkung können auf Sensor und Messbereich abgestimmt werden. Bei verschiedenen Modellen lassen sich zudem mehrere Verstärker synchronisieren, um gegenseitige Beeinflussungen bei Mehrkanalanwendungen zu vermeiden.

Für unterschiedliche Einbausituationen stehen kompakte DIN-Schienenmodule, robuste Verstärker in EMV-Aluminiumgehäusen mit Schutzarten bis IP66 sowie 1- und 2-kanalige 19"-Einschübe zur Verfügung.

Präzise Signalaufbereitung für Weg- und Drehwinkelmessungen

Die LVDT- und RVDT-Messverstärker von Althen verbinden eine stabile Sensorspeisung mit präziser Signalauswertung und flexiblen Normausgängen. Dadurch können induktive Positionssensoren einfach in industrielle Steuerungs- und Messsysteme integriert werden.

  • Präzise Speisung und Signalauswertung
    Die LVDT- und RVDT-Messverstärker von Althen verbinden eine stabile Sensorspeisung mit präziser Signalauswertung und flexiblen Normausgängen. Dadurch können induktive Positionssensoren einfach in industrielle Steuerungs- und Messsysteme integriert werden.
  • Flexible Normausgänge
    Je nach Ausführung stehen 0–10 V, ±10 V, ±5 V oder 4–20 mA zur Verfügung. Dadurch lassen sich die Messwerte direkt an SPS, Messdatenerfassung oder andere Auswerteelektronik übertragen.
  • Flexible Bauformen für Industrie und Prüfstand
    DIN-Schienenmodule, robuste IP65-/IP66-Aluminiumgehäuse und 19"-Einschübe ermöglichen eine an die jeweilige Einbausituation angepasste Integration.

Worauf Sie bei der Auswahl eines LVDT- oder RVDT-Messverstärkers achten sollten

1. LVDT oder RVDT bestimmen
Zunächst muss festgelegt werden, welcher Sensortyp verwendet wird. LVDTs messen lineare Verschiebungen oder Wege, RVDTs dagegen Drehwinkel beziehungsweise rotierende Positionen.

Die Althen-Messverstärker können je nach Ausführung für beide Sensortypen eingesetzt werden.

2. Speisespannung und Oszillatorfrequenz beachten
LVDT- und RVDT-Sensoren benötigen eine Wechselspannung mit einer bestimmten Frequenz. Messverstärker und Sensor müssen deshalb hinsichtlich Speisespannung und Frequenz aufeinander abgestimmt sein.

Bei verschiedenen Althen-Verstärkern stehen beispielsweise Oszillatorfrequenzen von 4,8 kHz oder 10 kHz zur Verfügung. Andere Ausführungen arbeiten mit 3,5 kHz. Kundenspezifische Frequenzen sind je nach Gerät ebenfalls möglich.

3. Sensorempfindlichkeit und Verstärkung berücksichtigen
Das Ausgangssignal eines LVDT oder RVDT hängt unter anderem von der Sensorempfindlichkeit und dem Messbereich ab. Der Verstärker muss deshalb entsprechend angepasst werden können.

Bei verschiedenen Geräten lässt sich die Grobverstärkung über DIP-Schalter einstellen. Nullpunkt und Endwert können zusätzlich über Potentiometer justiert werden.

4. Passendes Ausgangssignal wählen
Das Ausgangssignal sollte zur nachfolgenden Auswerteelektronik passen.

Typische Varianten sind:

  • 0–10 V
  • ±10 V
  • ±5 V
  • 4–20 mA

Ein bipolares Ausgangssignal wie ±10 V eignet sich insbesondere dann, wenn Bewegungen in beide Richtungen um einen elektrischen Nullpunkt dargestellt werden sollen.

5. Ein- oder Mehrkanalbetrieb festlegen
Für einzelne Weg- oder Winkelmessstellen stehen kompakte Einkanalverstärker zur Verfügung. Werden mehrere Sensoren eingesetzt, können Zwei- oder Mehrkanallösungen beziehungsweise mehrere synchronisierte Verstärker verwendet werden.

Für 19"-Systeme stehen beispielsweise Ein- und Zweikanal-Einschübe zur Verfügung. Auch robuste Zweikanalgeräte für industrielle Anwendungen sind erhältlich.

6. Synchronisation mehrerer Verstärker berücksichtigen
Werden mehrere LVDT- oder RVDT-Messverstärker in unmittelbarer Nähe betrieben, können unterschiedliche Oszillatorfrequenzen zu gegenseitigen Beeinflussungen führen.

Bei geeigneten Geräten können die Oszillatorsignale deshalb zwischen Master- und Slave-Verstärkern synchronisiert werden. Dies ist besonders bei Mehrkanal-Messsystemen wichtig.

7. Galvanische Trennung prüfen
In industriellen Messsystemen können Potentialunterschiede und Masseschleifen die Signalqualität beeinträchtigen. Eine galvanische Trennung zwischen Versorgung und Analogausgang beziehungsweise Sensorspeisung kann diese Störeinflüsse reduzieren.

Verschiedene Althen-Verstärker in DIN-Schienen- und IP-Gehäusen verfügen über eine entsprechende galvanische Trennung.

8. Bauform und Schutzart auswählen
Der Einsatzort bestimmt wesentlich die benötigte Bauform.

Für die Installation im Schaltschrank eignen sich kompakte DIN-Schienenverstärker. Für raue Industrieumgebungen stehen Verstärker in geschützten Aluminiumgehäusen mit IP65 beziehungsweise IP66 zur Verfügung. Für Prüfstände und größere Messsysteme können 19"-Einschubkarten eingesetzt werden.

9. Anforderungen an die Dynamik berücksichtigen
Bei schnellen Positionsänderungen muss die Bandbreite des Messverstärkers ausreichend hoch sein. Die Grenzfrequenz hängt unter anderem von der verwendeten Oszillatorfrequenz ab.

Für statische Positionieraufgaben gelten dabei andere Anforderungen als für dynamische Weg- oder Winkelmessungen in Prüfständen und Maschinen.

10. Kalibrierung von Sensor und Verstärker einplanen
Sensor und Messverstärker bilden gemeinsam eine Messkette. Für präzise Ergebnisse sollten Nullpunkt und Verstärkung auf den verwendeten Sensor und den tatsächlichen Messbereich abgestimmt werden.

Je nach Anwendung kann eine gemeinsame Werkskalibrierung der kompletten Messkette sinnvoll sein.

Unser technisches Expertenteam unterstützt Sie gerne bei der Abstimmung von LVDT- oder RVDT-Sensor, Speisefrequenz, Verstärker, Ausgangssignal und Einbausituation. Kontakt zum Vertriebsteam

Typische Anwendungen für LVDT- und RVDT-Messverstärker

LVDT- und RVDT-Messverstärker werden überall dort eingesetzt, wo lineare Positionen oder Drehwinkel präzise mit induktiven Sensoren gemessen und als standardisiertes Signal weiterverarbeitet werden sollen.

Typische Anwendungen sind:

Durch unterschiedliche Kanalzahlen, Ausgangssignale, Bauformen und Schutzarten können die Verstärker sowohl für einzelne Messstellen als auch für industrielle Mehrkanal-Messsysteme eingesetzt werden.

Haben Sie Fragen?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl des richtigen LVDT- oder RVDT-Verstärkers für Ihre Anwendung!

Ali Bagheri

Technical Sales Engineer

Unsere Services

Häufig gestellte Fragen zu LVDT & RVDT Verstärkern

Antworten auf die wichtigsten technischen Fragen

Was ist ein LVDT?

LVDT steht für Linear Variable Differential Transformer. Ein LVDT ist ein induktiver Sensor zur präzisen Messung linearer Wege und Positionen. Der Sensor besteht vereinfacht aus einer Primärspule, zwei Sekundärspulen und einem beweglichen ferromagnetischen Kern. Wird der Kern verschoben, verändert sich das Verhältnis der in den Sekundärspulen induzierten Spannungen. Aus dieser Änderung lässt sich die Position des Kerns bestimmen.

Da die Messung berührungslos erfolgt, zeichnen sich LVDT-Sensoren durch geringen Verschleiß und eine hohe Wiederholgenauigkeit aus.

Wie funktioniert ein LVDT-Messverstärker?

Ein LVDT-Messverstärker übernimmt mehrere Aufgaben. Er erzeugt zunächst die Wechselspannung zur Speisung der Primärspule des LVDT. Anschließend verarbeitet und demoduliert er das von den Sekundärspulen erzeugte Differenzsignal.

Das Ergebnis wird als standardisiertes Ausgangssignal ausgegeben, beispielsweise 0–10 V, ±10 V oder 4–20 mA. Dieses Signal kann anschließend von einer SPS, einem Datenlogger, einer Anzeige oder einem Datenerfassungssystem verarbeitet werden.

Was ist ein RVDT?

RVDT steht für Rotary Variable Differential Transformer. Das Funktionsprinzip ähnelt dem eines LVDT, allerdings wird keine lineare Verschiebung, sondern eine Drehbewegung beziehungsweise ein Drehwinkel erfasst. RVDT-Sensoren werden insbesondere eingesetzt, wenn kleine oder begrenzte Drehwinkel präzise und berührungslos gemessen werden sollen.

Was ist der Unterschied zwischen LVDT und RVDT?

Der wesentliche Unterschied liegt in der gemessenen Bewegung:

LVDT: lineare Bewegung beziehungsweise Weg
RVDT: rotierende Bewegung beziehungsweise Drehwinkel

Beide Sensortypen arbeiten nach einem induktiven Differentialtransformator-Prinzip und benötigen eine geeignete Speise- und Auswerteelektronik.

Welche Vorteile haben LVDT-Sensoren?

LVDT-Sensoren bieten insbesondere eine berührungslose und damit verschleißarme Messung. Weitere Vorteile sind eine hohe Wiederholbarkeit, gute Linearität und eine sehr hohe Auflösung. Dadurch eignen sie sich besonders für präzise Weg-, Positions- und Verformungsmessungen in industriellen Anlagen, Prüfständen und Automatisierungsanwendungen.

Welchen Messverstärker benötige ich für einen LVDT oder RVDT?

Der Messverstärker muss elektrisch zum verwendeten Sensor und zur nachfolgenden Auswertung passen. Wichtige Auswahlkriterien sind insbesondere:

- Sensorart: LVDT oder RVDT
- Speisespannung des Sensors
- Oszillatorfrequenz
- Sensorimpedanz
- Empfindlichkeit und Messbereich
- gewünschtes Ausgangssignal
- benötigte Kanalzahl
- erforderliche galvanische Trennung
- Bauform und Schutzart

Bei mehreren Messkanälen sollte außerdem geprüft werden, ob eine Synchronisation der Oszillatorsignale erforderlich ist.