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Drehmomentsensoren

Dynamische & statische Drehmomentüberwachung

Unser Portfolio umfasst sowohl statische Drehmomentsensoren, die auf Dehnungsmessstreifen-Technologie basieren, als auch Drehmomentsensoren für rotierende Wellen für dynamische Messungen. Drehmomentaufnehmer werden in der Marine-, Offshore-, Automobil- und Luftfahrttechnik eingesetzt. Auch in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen werden sie zur dynamischen und statischen Drehmomentüberwachung und -messung eingesetzt. Die Messbereiche liegen zwischen 0,01 nNm und 10 kNm.

  • UNABHÄNGIGE UND KOSTENLOSE BERATUNG
  • INDIVIDUELLES UND ANPASSBARES DESIGN
  • In Ihre Systeme integrierbar

Produktkategorien

Produkte

Rotating torque sensors

Rotierende Drehmomentsensoren

  • Messbereich 0,01 bis 27.000 Nm
  • Drehzahlen bis zu 30.000 U/min
  • Für die Messung dynamischer Dreh-momente
Zu den Produkten
Reaction torque sensors

Statische Drehmomentsensoren

  • Messbereich 0,01 bis 50.000 Nm
  • Ausgezeichnete Nichtlinearität
  • Für die Messung statischer Drehmomente
Zu den Produkten
Multi axis force torque sensos

Multi-axiale Drehmomentsensoren

  • Messbereich 50 N Kraft & 2 Nm Drehmoment
  • Kombinationsmessung von Kraft- und Drehmoment in der gleichen Achse
  • Minimales Übersprechen
Zu den Produkten
Drehmomentmesstechnik maßgeschneidert

Unser Angebot für Sie

Wir bieten Standard-Drehmomentsensoren an, helfen Ihnen aber auch mit kundenspezifischen Designs oder einer kompletten Messlösung.

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  • Schnelle Reaktionszeiten
  • Kosteneffiziente Lösungen
  • Speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten
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Welche Vorteile bieten unsere
Drehmomentsensoren?

  • Extreme Robustheit
  • Sehr hohe Qualität
  • Verschleißfrei
  • Langjährig erprobte Technologie
  • Individuelle Skalierung auf benötigte Messbereiche möglich
  • Höchst präzise Signale (keine Signalverfälschung)
  • Schnelle Signalübertragung für Anwendungen mit bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute
  • Auch in Miniatur-Bauformen und als Mehrkomponenten-Aufnehmer lieferbar

Mögliche Anwendungsgebiete für
Drehmomentsensoren

  • Marine/Offshore
  • Automotive
  • Luft- und Raumfahrt
  • Energie
  • Forschung und Entwicklung
  • Testlabore
  • Prüfstände
Reaction torque sensors

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Das zeichnet uns aus

Bei uns finden Sie die richtige Drehmomenttechnik für jeden Anwendungsbereich. Wir von Althen nutzen die Erfahrung aus mehr als 45 Jahren, um Ihnen die optimale Lösung anzubieten: ganz an Ihre Anforderungen angepasst. Dazu gehören auch individuell auf Sie zugeschnittene Drehmomentaufnehmer und Messverstärker als Komplettpaket. Ihr Vorteil dabei: Wir binden uns nicht an einen Hersteller und beraten Sie unabhängig. Auf Wunsch passen wir die Drehmomentaufnehmer exakt an Ihre Bedürfnisse an.

  • Hohe Genauigkeit
    Die Drehmomentsensoren von Althen zeichnen sich durch eine hohe Genauigkeit aus, die sicherstellt, dass die gemessenen Daten für kritische Anwendungen zuverlässig sind.
  • Robuste Konstruktion
    Die Sensoren sind so konstruiert, dass sie rauen Industrieumgebungen standhalten. Sie bestehen aus robusten Materialien, die Langlebigkeit und Stabilität im Betrieb gewährleisten.
  • Kundenspezifische Anpassungen
    Althen ist sich darüber im Klaren, dass jede Anwendung einzigartige Anforderungen haben kann. Daher werden die Drehmomentsensoren oft mit Anpassungsoptionen geliefert, die es den Kunden ermöglichen, die Sensoren an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen.
  • Berührungslose Messtechnik
    Einige Drehmomentsensoren von Althen verfügen über berührungslose Messtechniken, die den Verschleiß minimieren und für bestimmte Anwendungen eine wartungsfreie Lösung bieten.

So finden wir für Sie den richtigen
Drehmomentsensor

Bei der Auswahl eines Drehmomentaufnehmers für eine technische Anwendung ist es wichtig, bestimmte Auswahlkriterien zu beachten, um sicherzustellen, dass der Sensor optimal funktioniert und den Anforderungen der Anwendung gerecht wird. Zu den wichtigen Auswahlkriterien gehören unter anderem die Messgenauigkeit, die maximale Drehmomentkapazität, die mechanische Robustheit, die Umgebungsfaktoren sowie die Reaktionszeit des Sensors. Auch die Kompatibilität mit dem restlichen System muss vor der Auswahl geprüft werden, damit der Drehmomentsensor effektiv in die Anwendung integriert werden kann und zuverlässige und präzise Messungen liefert.

  • Messprinzip: Welcher Sensor wird benötigt (dehnungsmessbasierte oder elektrische Drehmomentaufnehmer, SAW-Technologie, ...)
  • Mechanische Robustheit: Was muss der Drehmomentsensor in der Anwendung aushalten?
  • Messbereich: Auswahl des Sensors je nach benötigtem Messbereich für die spezifische Anwendung
  • Genauigkeit: Berücksichtigung der geforderten Genauigkeit und Auflösung des Sensors
  • Reaktionszeit: Wie schnell kann der Sensor auf Veränderungen im Drehmoment reagieren?
  • Temperatur- / Feuchtigkeitsbeständigkeit: Bestimmung der maximalen und minimalen Einsatztemperatur und der Feuchtigkeitsbeständigkeit des Drehmomentsensors
  • Montagemöglichkeiten: Anpassung des Sensors an die Einbau- und Befestigungsmöglichkeiten in der Anwendung
  • Übertragungstechnologie: Auswahl der Übertragungstechnologie (Analog, digital, über Funk) für die Datenübertragung
  • Kalibrierung und Wartung: Berücksichtigung der Kalibrierungsanforderungen und Wartungsaufwände für den Sensor

Drehmomentsensoren im Einsatz

Sie würden unsere Produkte gerne in der Praxis kennenlernen? Hier erhalten Sie spannende Einblicke in die Projekte unserer Kunden:
Weitere Projekte & Anwendungen

Drehmomentmesstechnik von Althen: So funktionieren Drehmomentsensoren

Dehnmessstreifen-Technologie

Die klassischen Drehmomentsensoren verwenden Dehnmessstreifen. Die DMS Drehmomentmessung – also die Drehmomentmessung mit Dehnungsmessstreifen (DMS) – basiert auf einem bewährten, äußerst präzisen Messprinzip. Sie kommt insbesondere bei der direkten Erfassung von Drehmomenten an rotierenden Wellen oder Flanschen zum Einsatz.Damit werden die Momentkräfte in ein elektrisches Signal umgesetzt. Um das Signal von der Messwelle nach außen zu übertragen, verwenden Sie in aller Regel Schleifringe. Diese Technologie ist robust und langjährig erprobt.

Wie funktioniert die DMS Drehmomentmessung?

  • Auf einer Messwelle oder einem Messflansch werden Dehnungsmessstreifen (DMS) im 45°-Winkel zur Torsionsachse aufgeklebt. Unter Drehbelastung werden zwei Streifen gedehnt, zwei gestaucht – dadurch verändern sich ihre elektrischen Widerstände entgegenwirkend.
  • Diese Widerstandsänderungen werden in einer Wheatstone-Vollbrückenschaltung aufgearbeitet, wodurch die Ausgangsspannung proportional zum Drehmoment ist.
  • Moderne Systeme wie die von Althen arbeiten mit berührungsloser Telemetrie-Übertragung und digitaler Datenaufbereitung. Energie- und Datenaustausch erfolgen funktionssicher auch bei hohen Drehzahlen ohne Schleifringe.

Schleifringe

Mit hochwertigen und robusten Schleifringen messen Sie das Drehmoment langfristig. Schleifringe halten Rotationen bis 5.000 oder 6.000 Umdrehungen je Minute stand. Sie möchten das Messsignal verstärken oder visualisieren? Verwenden Sie dazu alle Messverstärker und Anzeigesystem aus unserem Lieferprogramm.

Vorteile der DMS Drehmomentmessung

  • Hohe Genauigkeit & Linearität: Typische Messunsicherheiten liegen bei wenigen hundertstel Prozent der Messspanne; hochwertige Sensoren erreichen ±0,1 % Linearität und ±0,05 % Hysteresefehler.
  • Breite Messbereiche: Hunger von wenigen mNm bis zu mehreren kNm, je nach Modell (z. B. SGR523 bis 20 Nm, SGR510/520 bis 13 000 Nm, SGR570 bis 2 000 Nm).
  • Hohe Dynamik: Abtastraten bis zu 4 000 Hz gewährleisten präzise Erfassung auch bei dynamischen Lasten oder schnellen Regelprozessen.
  • Temperatur- und Langzeitstabilität durch Vollbrücken und entsprechende Kompensations-DMS; viele Modelle mit integrierter Temperaturüberwachung.

Anwendungen von DMS-Drehmomentsensoren

  • Industrielle Antriebsüberwachung, verschraubungsoptimierte Montageprozesse und Prüfstände.
  • In der Automatisierung und Robotik als Feedbackelemente zur Steuerung und Regelung.
  • Für Landtechnik, Bauwesen und Industrie, z. B. zur effizienten Leistungsüberwachung von Zapfwellen (SGR570).
  • Für moderne Mehrkomponenten-Systeme zur Messung von Drehmoment und Kräften in mehreren Achsen simultan (z. B. digitaler Mehrachs-Sensor SGR-Serie)

SAW Technologie (Drehmomentmessung per akustischer Oberflächenwelle)

Als neue, moderne Alternative zur den Dehnmessstreifen verwenden wir eine Schwingstruktur Technologie. Dabei verstimmt sich die schwingende Struktur im Drehmomentsensor durch die Torsion. Ihr Vorteil: Mit dieser Technologie und der schnellen Signalübertragung von der Messwelle können Sie den Drehmomentaufnehmer einsetzen – für rotierende Anwendungen bis 30.000 Umdrehungen je Minute.

Drehmomentaufnehmer für statische Anwendungen

Bei Althen erhalten Sie nicht nur Drehmomentaufnehmer für rotierende Anwendungen – wir bieten Ihnen ebenfalls einige Sensoren für statische Reaktionsmomente. Sie sind auch in Miniaturbauform lieferbar. Diese Sensorik, um den Drehmoment zu messen, basiert ausschließlich auf DMS-Technik. Eine Sonderform der Drehmomentmesstechnik sind sogenannte Mehrkomponenten-Aufnehmer. Dabei messen Sie das Drehmoment in zwei oder drei Mess-Achsen. Die hochwertigen Sensoren betrachten nicht nur das Drehmoment, sondern vielfach auch die Kräfte in mehreren Mess-Achsen.

Analoge Signale und digitale Schnittstellen bei Drehmomentsensoren

Sie möchten eine digitale Schnittstelle für die Drehmomentmessung? Wir konzipieren Ihnen gerne eine Sensor-Baureihe mit einer digitalen Schnittstelle – zusätzlich zu dem analogen Ausgangssignal. Über die digitale Schnittstelle lesen Sie die Messwerte ganz einfach aus. Und Sie skalieren jeden Drehmomentsensor individuell auf den benötigten Messbereich.

DMS-Messverstärker: Präzise und universell

Um Signale perfekt zu verarbeiten und Drehmomente ideal zu messen, bieten wir Ihnen eine umfangreiche Palette an DMS-Verstärker an. Siehaben bereits Systeme mit verstärktem Ausgangssignal? Verbinden Sie sie mit entsprechenden Anzeigesystemen, Datenlogger oder PC-gebundenen Messdatenerfassungs-systemen.

Unser Dienstleistungsportfolio

Drehmomentüberwachung – kontinuierliche Kontrolle für sichere Prozesse

Die Drehmomentüberwachung ist ein zentrales Einsatzfeld moderner Drehmomentsensoren und essentiell für industrielle Prozesse mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Sie beschreibt die dauerhafte Überwachung des auf ein Bauteil wirkenden Drehmoments, um Soll- und Ist-Werte zu vergleichen und frühzeitig Grenzwertüberschreitungen zu erkennen. Somit wird sichergestellt, dass Schraubprozesse, Antriebsketten oder Prüfabläufe stets innerhalb vorgegebener Toleranzbereiche ablaufen.

In der Praxis bedeutet das:

  • Echtzeit-Messung: Drehmomentsensoren liefern sofort Rückmeldung über das aktuelle Moment – ideal für Inline-Kontrollen und automatisierte Systeme. Damit lassen sich unerwünschte Überlastungen vermeiden oder Produktionsfehler sofort aufdecken.
  • Grenzwertüberwachung: Präzise digitale oder analoge Interfaces ermöglichen das Setzen von Minimal- und Maximalwerten, bei deren Überschreitung Warnungen oder Abschaltungen ausgelöst werden können).
  • Prozessoptimierung und Rückverfolgbarkeit: Jeder Messwert kann automatisch dokumentiert, analysiert und ausgewertet werden – etwa für Kalibrierberichte, Qualitätssicherungsprotokolle oder Produktionsstatistiken.
  • Branchenvielfalt: Drehmomentüberwachung findet Anwendung in Schraubautomation (z. B. Montage von Bauteilen), Prüfständen, Motorenseriesimulationen oder bei der Entwicklung von Antriebssystemen im Automotive‑, Aerospace‑ und Maschinenbaubereich.

Mit Althen Sensors‑Drehmomentsensoren profitieren Sie von höchster Präzision und Zuverlässigkeit bei der Drehmomentüberwachung – sowohl statisch als auch dynamisch. Unsere Sensoren unterstützen Standard- und kundenspezifische Schnittstellen, bieten robuste Signalintegration (analog, USB, digital) und eignen sich perfekt zur langfristigen Kontrolle und sicheren Prozessoptimierung.

Sie haben Fragen?

Wir sind für Sie da!

Stephan Hauck

Technical Consulting

Häufige Fragen zu Drehmomentsensoren

Antworten auf die wichtigsten technischen Fragen

Können statische und dynamische Drehmomente von Drehmomentsensoren erfasst werden?

Ja, Drehmomentsensoren von Althen können je nach Ausführung sowohl statische als auch dynamische Drehmomente erfassen. Statische Drehmomentsensoren werden eingesetzt, wenn ein Reaktionsmoment in einem stehenden oder nur langsam bewegten Aufbau gemessen wird, zum Beispiel bei Schraubwerkzeugprüfungen, Kalibrieraufgaben, Prüfständen oder stationären Maschinenkomponenten.

Dynamische Drehmomente werden typischerweise mit rotierenden Drehmomentsensoren erfasst. Sie messen das Drehmoment direkt an rotierenden Wellen oder Antriebssträngen und eignen sich für Anwendungen mit Drehzahl, Lastwechseln, Beschleunigungs- oder Bremsvorgängen. Typische Einsatzbereiche sind Motoren- und Getriebeprüfstände, Antriebsstränge, End-of-Line-Tests, Produktionsüberwachung, E-Mobility, Pumpen, Kompressoren, Windenergie oder Robotik.

Für beide Messarten sind der passende Messbereich, die zulässige Drehzahl, die Dynamik, die mechanische Anbindung, die Krafteinleitung, die Überlastreserve, das Ausgangssignal und die Kalibrierung entscheidend.

Welche Ausgangssignale und Schnittstellen werden von Drehmomentsensoren unterstützt?

Drehmomentsensoren von Althen sind je nach Ausführung mit unterschiedlichen Ausgangssignalen und Schnittstellen verfügbar. Klassische DMS-basierte Sensoren liefern häufig ein mV/V-Brückensignal, das über einen geeigneten Messverstärker oder eine Auswerteelektronik weiterverarbeitet wird.

Für die direkte Einbindung in Steuerungen, Prüfstände oder Datenerfassungssysteme stehen je nach Modell analoge Ausgangssignale wie ±5 V, ±10 V oder 4–20 mA zur Verfügung. Darüber hinaus sind digitale Schnittstellen wie USB, CANopen oder RS485 möglich. Optional können auch weitere Kommunikationsschnittstellen wie EtherCAT, Modbus oder kundenspezifische Protokolle umgesetzt werden.

Bei rotierenden Drehmomentsensoren wird das Messsignal im rotierenden Teil erfasst und berührungslos an den stationären Teil übertragen. Anschließend kann es über analoge oder digitale Ausgänge an die Auswertung weitergegeben werden. Je nach Ausführung lassen sich zusätzlich Drehzahl, Drehwinkel oder Leistung erfassen bzw. berechnen.

Welche Ausgangssignale und Schnittstellen geeignet sind, hängt von Messbereich, Dynamik, Kabellänge, Störumgebung, gewünschter Abtastrate, Steuerungsanbindung, Prüfstandssoftware und Kalibrieranforderung ab.

Welche Drehmomentbereiche können von Drehmomentsensoren gemessen werden?

Drehmomentsensoren von Althen können je nach Ausführung sehr unterschiedliche Drehmomentbereiche messen. Statische Drehmomentsensoren decken Messbereiche vom sub-Nm-Bereich bis 50 kNm ab. Sie eignen sich damit sowohl für feine Messaufgaben in Forschung, Entwicklung, Kalibrierung oder Schraubwerkzeugprüfung als auch für hohe Reaktionsmomente in Prüfständen, Maschinenbau und Qualitätssicherung.

Rotierende Drehmomentsensoren werden für Messungen an drehenden Wellen und Antriebssträngen eingesetzt. Die SGR510-, SGR511- und SGR512-Serien decken Drehmomentbereiche bis 13.000 Nm ab und eignen sich unter anderem für Motoren- und Getriebeprüfstände, Antriebsstränge, End-of-Line-Tests, Produktionsüberwachung, E-Mobility, Pumpen, Kompressoren, Windenergie und Robotik.

Der passende Drehmomentbereich sollte immer mit ausreichender Reserve zur maximal auftretenden Belastung gewählt werden. Neben dem Nennmoment sind auch Überlastreserven, Drehzahl, Dynamik, Lastwechsel, Genauigkeit, Bauform, mechanische Anbindung, Ausgangssignal, Schnittstellen und Kalibrierung zu berücksichtigen.

Wie hoch ist die Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Messung mit Drehmomentsensoren?

Die Genauigkeit und Wiederholbarkeit von Drehmomentsensoren hängt von der jeweiligen Ausführung und der gesamten Messkette ab. Je nach Sensorbauform, Messbereich und Anwendung sind sehr präzise Messungen möglich. Die statischen Drehmomentsensoren von Althen verfügen über eine Genauigkeiten ab ±0,05 % vom Endwert.

Für rotierende Drehmomentsensoren sind neben der Drehmomentgenauigkeit auch Drehzahl, Rundlauf, Ausrichtung, Kupplung, Lastwechsel, Signalübertragung und Abtastrate entscheidend. Die SGR510-/511-/512-Serie verfügt über eine Linearität von 0,05 % des Endwerts, eine Wiederholbarkeit von 0,05 % des Endwerts und eine digitale Abtastrate von 4000 Samples/s.

Die tatsächlich erreichbare Messgenauigkeit wird jedoch nicht nur durch den Sensor bestimmt. Auch mechanische Einflüsse wie Versatz, Biegemomente, Querkräfte, Schwingungen, Temperaturänderungen, Kabel- und Verstärkereinflüsse sowie die Kalibrierung der gesamten Messkette wirken sich auf das Ergebnis aus.

Für reproduzierbare Drehmomentmessungen sollte der Sensor passend zum Messbereich ausgewählt, mechanisch fluchtend und spannungsarm integriert sowie regelmäßig kalibriert werden.

Welches Messprinzip wird bei Drehmomentsensoren verwendet?

Drehmomentsensoren von Althen arbeiten überwiegend nach dem DMS-Messprinzip. Dabei werden Dehnungsmessstreifen auf einem speziell ausgelegten Messkörper appliziert. Wirkt ein Drehmoment auf den Sensor, entsteht eine minimale Torsion im Messkörper. Diese Verformung verändert den elektrischen Widerstand der Dehnungsmessstreifen und wird in ein messbares elektrisches Signal umgewandelt.

Je nach Ausführung kann das Signal als mV/V-Brückensignal, analoges Ausgangssignal oder digitales Signal bereitgestellt werden. Bei rotierenden Drehmomentsensoren wird das Messsignal im rotierenden Teil erfasst und berührungslos an den stationären Teil übertragen, sodass keine verschleißanfälligen Schleifringe erforderlich sind.

Das DMS-Prinzip eignet sich für statische und dynamische Drehmomentmessungen und ermöglicht präzise, reproduzierbare Messwerte in Prüfständen, Antriebssträngen, Maschinen, Produktionsprozessen und Qualitätssicherungsanwendungen. Für die tatsächliche Messgenauigkeit sind neben dem Messprinzip auch Messbereich, mechanische Integration, Krafteinleitung, Signalaufbereitung und Kalibrierung entscheidend.

Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Drehmomentmessung?

Statische Messungen erfolgen bei stationären Anwendungen ohne Rotation, z. B. an Schraubverbindungen oder Lagerstellen. Dynamische Messungen hingegen finden an rotierenden Wellen statt, etwa in Prüfständen oder Antriebssystemen. Dafür sind rotierende Sensoren mit Telemetrie oder Schleifringtechnik erforderlich.

Für welche Drehzahlen sind Drehmomentsensoren ausgelegt?

Rotierende Drehmomentsensoren von Althen sind je nach Modell für unterschiedliche Drehzahlbereiche ausgelegt. Bei den SGR510-, SGR511- und SGR512-Drehmomentaufnehmern liegt die maximale Drehzahl je nach Ausführung zwischen 6.000 und 30.000 rpm.

Welche Drehzahl zulässig ist, hängt von Bauform, Messbereich, mechanischer Anbindung, Wellen- oder Flanschgeometrie, Lagerung, Kupplung, Rundlauf, Ausrichtung und den dynamischen Lasten ab. Neben der maximalen Drehzahl müssen daher auch Drehmomentbereich, Lastwechsel, Schwingungen, Überlastreserven, Umgebungstemperatur, Signalübertragung und Kalibrierung berücksichtigt werden.

Für Anwendungen mit hohen Drehzahlen, schnellen Lastwechseln oder Prüfstandsbetrieb sollte der Drehmomentsensor immer passend zur kompletten Messkette ausgelegt werden.

Wann müssen Drehmomentsensoren re-kalibriert werden?

Drehmomentsensoren sollten in regelmäßigen Intervallen kalibriert werden. Wie häufig eine Re-Kalibrierung erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Anwendung, der geforderten Messgenauigkeit, dem Lastkollektiv, der Drehzahl, der Dynamik und den Umgebungsbedingungen ab.

Eine erneute Kalibrierung ist besonders empfehlenswert nach Überlast, Stoßmomenten, ungewöhnlichen Lastspitzen, mechanischen Veränderungen, Reparaturen, Umbauten, Austausch von Komponenten, auffälligen Messwertabweichungen oder wenn der Sensor unter anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt wird. Auch Temperaturwechsel, Vibrationen, Feuchtigkeit, Verschmutzung oder eine geänderte Einbausituation können die langfristige Stabilität des Messsystems beeinflussen.

Für qualitätsrelevante Anwendungen, Prüfstände, Prozessüberwachung oder sicherheitsrelevante Messungen sollte ein festes Kalibrierintervall definiert werden. Häufig wird eine jährliche Überprüfung oder Kalibrierung gewählt; bei hoher Beanspruchung, dynamischen Messungen oder besonders hohen Genauigkeitsanforderungen können kürzere Intervalle sinnvoll sein.

Wie ist die durchschnittliche Lebensdauer von Drehmomentsensoren?

Die Lebensdauer von Drehmomentsensoren hängt von der jeweiligen Anwendung, der Sensorbauform und den Betriebsbedingungen ab. Entscheidende Einflussfaktoren sind unter anderem Messbereich, Überlastreserven, Lastwechsel, Drehzahl, Schwingungen, Temperatur, Feuchtigkeit, Schutzart, mechanische Anbindung, Ausrichtung und Kalibrierung.

Statische Drehmomentsensoren haben in der Regel keine verschleißbehafteten rotierenden Übertragungselemente und können bei korrekter Montage und Betrieb innerhalb der Spezifikation sehr lange eingesetzt werden. Rotierende Drehmomentsensoren sind stärker von Drehzahl, Lagerung, Lastwechseln und mechanischer Kopplung abhängig. Bei berührungsloser Signalübertragung entfallen verschleißanfällige Schleifringe, was die Langzeitstabilität und Wartungsarmut unterstützt.

Kritisch für die Lebensdauer sind vor allem Überlast, Stoßmomente, Biegemomente, Querkräfte, Versatz, Vibrationen, ungeeignete Kupplungen, falsche Montage oder Umgebungsbedingungen außerhalb der Spezifikation. Für eine lange Lebensdauer sollte der Drehmomentsensor mit ausreichender Reserve zum maximal auftretenden Drehmoment ausgewählt, mechanisch spannungsarm integriert und regelmäßig überprüft bzw. kalibriert werden.

Können Drehmomentsensoren kundenspezifisch angepasst werden?

Ja, viele Drehmomentsensoren von Althen können kundenspezifisch angepasst werden. Neben Standardausführungen bietet Althen auch individuelle Sensordesigns und komplette Messlösungen an, wenn ein Standard-Drehmomentsensor mechanisch, elektrisch oder messtechnisch nicht optimal zur Anwendung passt.

Möglich sind je nach Sensorbauform zum Beispiel Anpassungen des Messbereichs, der mechanischen Schnittstellen, der Bauform, der Abmessungen, der Flansch- oder Wellenaufnahme, der Anschluss- und Befestigungsmöglichkeiten sowie der Signal- und Schnittstellentechnik. Auch Spezialausgänge, Filter, Offset-Anpassungen, digitale Schnittstellen oder kundenspezifische Protokolle können je nach Anforderung berücksichtigt werden.

Individuelle Anpassungen sind besonders sinnvoll, wenn der Sensor in bestehende Maschinen, Prüfstände, Antriebsstränge oder OEM-Systeme integriert werden soll. Auch bei besonderen Anforderungen an Drehzahl, Genauigkeit, Dynamik, Umgebungsbedingungen, Bauraum, Kalibrierung oder Mehrkomponentenmessung kann eine kundenspezifische Lösung erforderlich sein.