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Anwendung Schifffahrt und Schleusen | T&M Lösungen

Druckmessung in Tanks auf Schiffen

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Kraftstoff-, Lager- und Ballasttanks gehören zur technischen Grundausstattung vieler Schiffe. Drucksensoren ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung des Tankdrucks und können über den hydrostatischen Druck auch zur Füllstandsmessung eingesetzt werden – zuverlässig und dauerhaft unter anspruchsvollen maritimen Bedingungen.

Drucküberwachung in Schiffstanks

Auf Schiffen werden Flüssigkeiten in unterschiedlichen Tanks gelagert und während des Betriebs aufgenommen, umgepumpt oder entnommen. Dazu gehören beispielsweise Kraftstoffe, Betriebsstoffe und Ballastwasser. Eine zuverlässige Druckmessung liefert wichtige Informationen über den Zustand und Inhalt dieser Tanks und kann direkt in die Steuerungs- und Überwachungssysteme des Schiffes integriert werden.

Je nach Anwendung können dabei unterschiedliche Messaufgaben im Mittelpunkt stehen: Der Drucksensor kann den Druck innerhalb eines Tanks direkt überwachen oder den hydrostatischen Druck der Flüssigkeitssäule erfassen, um daraus den aktuellen Füllstand zu bestimmen. Kontinuierliche Messwerte ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Füll-, Entleerungs- oder Ballastvorgänge gezielt zu überwachen.

Füllstandsmessung über hydrostatischen Druck

Eine häufige Anwendung von Drucksensoren in Tanks ist die hydrostatische Füllstandsmessung. Dabei wird der Druck gemessen, den die Flüssigkeitssäule oberhalb des Sensors erzeugt. Je höher der Flüssigkeitsstand, desto größer ist der hydrostatische Druck.

Der gemessene Druck kann dadurch in einen entsprechenden Füllstand umgerechnet werden. Dieses Messprinzip eignet sich beispielsweise für:

  • Kraftstofftanks
  • Ballasttanks
  • Lagertanks für Flüssigkeiten
  • Betriebs- und Vorratstanks

Der Drucksensor kann dafür am unteren Bereich des Tanks montiert oder – abhängig von der Anwendung – als tauchfähiger Druckaufnehmer direkt in das Medium eingebracht werden. Bei der Umrechnung des Drucks in einen Füllstand müssen neben der Tankgeometrie insbesondere die Dichte des Mediums und gegebenenfalls deren temperaturbedingte Veränderungen berücksichtigt werden.

Produktkategorien

Standard pressure sensors

Industrielle Druckaufnehmer

  • Messbereich -1 bis 10.000 bar
  • Preiswerte Standard-Aufnehmer
  • In zahlreichen Optionen verfügbar
Zu den Produkten
High precision pressure sensor

Präzisions-Druckaufnehmer

  • Messbereich 0 bis 5.000 bar
  • Genauigkeit: 0,75% bis ≤ 0,01%
  • Großer Betriebstemperaturbereich
Zu den Produkten
Submersible pressure sensors

Tauchbare Druckaufnehmer

  • Messbereich 0 bis 1.000 bar
  • Tauchfähig, wasserdicht
  • Genauigkeit von 0,5% bis 0,1%
Zu den Produkten
Intrinsically safe pressure sensor

Eigensichere Druckaufnehmer

  • Messbereich 0 bis 1.600 bar
  • ATEX-Zulassung
  • Langlebig, stabil, zuverlässig und genau
Zu den Produkten
Ship gyroscope imu althen

Druckmessung unter maritimen Bedingungen

Sensoren an Bord von Schiffen sind besonderen Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Vibrationen, Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit und aggressive Medien stellen hohe Anforderungen an Gehäuse, Dichtungen und medienberührte Materialien.

Auch die Bewegungen des Schiffes können bei einer hydrostatischen Füllstandsmessung eine Rolle spielen. Krängung, Trimm und Seegang verändern die Verteilung der Flüssigkeit im Tank und können kurzfristige Druckschwankungen verursachen. Bei hohen Anforderungen an die Füllstandsmessung müssen daher Einbauposition, Tankgeometrie und Signalverarbeitung berücksichtigt werden. Für Kraftstoffe und andere brennbare Medien können darüber hinaus eigensichere Druckaufnehmer mit entsprechender Zulassung erforderlich sein.

Absolut-, Relativ- oder Differenzdruck?

Welches Druckmessprinzip geeignet ist, hängt von der Bauart des Tanks und der eigentlichen Messaufgabe ab.

Relativdrucksensoren messen den Druck bezogen auf den Umgebungsdruck. Sie eignen sich unter anderem für Anwendungen, bei denen ein belüfteter Tank hydrostatisch überwacht wird.

Absolutdrucksensoren beziehen die Messung auf ein internes Vakuum und können sinnvoll sein, wenn der absolute Tankdruck erfasst werden soll.

Bei geschlossenen oder druckbeaufschlagten Tanks muss zusätzlich der Druck oberhalb der Flüssigkeit berücksichtigt werden. Je nach Anwendung kann dafür eine Differenzdruckmessung oder eine rechnerische Kompensation erforderlich sein.

Die Auswahl des richtigen Referenzdrucks ist entscheidend, damit aus dem Sensorsignal ein zuverlässiger Druck- beziehungsweise Füllstandswert entsteht.

 

Zuverlässige Messwerte für Steuerung und Überwachung

Die kontinuierliche Druckmessung ermöglicht eine direkte Einbindung in die Schiffsautomation. Standardisierte Ausgangssignale wie 4–20 mA oder Spannungssignale können von Steuerungen, Anzeigen oder Datenerfassungssystemen verarbeitet werden. Dadurch lassen sich beispielsweise:

  • Tankfüllstände kontinuierlich überwachen,
  • Füll- und Entleerungsvorgänge kontrollieren,
  • kritische Grenzwerte erkennen,
  • Ballastvorgänge überwachen und
  • Messwerte für Dokumentation und Betriebsüberwachung erfassen.

Eine hohe Langzeitstabilität ist dabei besonders wichtig, da Drucksensoren häufig dauerhaft installiert werden und über lange Betriebszeiten zuverlässige Messwerte liefern müssen.

Worauf ist bei der Auswahl des Drucksensors zu achten?

Für eine zuverlässige Druckmessung muss der Sensor auf Tank, Medium und Betriebsbedingungen abgestimmt werden. Besonders wichtig sind:

  • Messaufgabe: Soll der Tankdruck direkt gemessen oder über den hydrostatischen Druck der Füllstand bestimmt werden?
  • Druckart: Absolut-, Relativ- oder Differenzdruck müssen zur Tankkonstruktion und Messaufgabe passen.
  • Messbereich: Der Sensor sollte für den zu erwartenden Betriebsdruck und mögliche Druckspitzen ausgelegt sein.
  • Mediumverträglichkeit: Membran, Dichtungen und alle medienberührten Werkstoffe müssen mit Kraftstoff, Wasser oder anderen gelagerten Flüssigkeiten kompatibel sein.
  • Genauigkeit und Langzeitstabilität: Besonders bei kontinuierlicher Füllstandsmessung sind stabile Messwerte über lange Betriebszeiten wichtig.
  • Temperatur: Temperaturänderungen können sowohl das Sensorsignal als auch die Dichte des Mediums beeinflussen.
  • Mechanischer Anschluss: Druckanschluss, Einbauposition und verfügbarer Bauraum müssen zum Tank passen.
  • Ausgangssignal: Das Signal muss mit der vorhandenen Steuerung, Anzeige oder Datenerfassung kompatibel sein.
  • Explosionsschutz: Bei Kraftstoffen und anderen brennbaren Medien kann eine ATEX- oder IECEx-zertifizierte Ausführung erforderlich sein.
  • Maritime Umgebungsbedingungen: Feuchtigkeit, Vibrationen und Schiffsbewegungen müssen bei der Sensor- und Systemauslegung berücksichtigt werden.

Gerade bei der hydrostatischen Füllstandsmessung sollten Sensor, Einbauposition, Medium und Tankgeometrie gemeinsam betrachtet werden.

Was ist Ihr Projekt?

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Drucksensors für Kraftstoff-, Lager- und Ballasttanks.

Ali Bagheri

Technical Sales Engineer