Vorstellung des Delft Hyperloop
Delft Hyperloop X, das zehnte Delft-Hyperloop-Team, besteht aus 45 Studierenden der TU Delft, die ein Jahr lang an der Entwicklung eines funktionsfähigen Hyperloop-Prototyps arbeiten. Ihr neuestes Fahrzeug, THEIA II, konzentriert sich auf skalierbare und nachhaltige Hyperloop-Technologie für den zukünftigen Gütertransport.
THEIA II und die European Hyperloop Week
Nach erfolgreichen Demonstrationen im European Hyperloop Center in Veendam entwickelt das Team weiterhin Lösungen für Infrastrukturstandardisierung, Vakuumtechnologie, Magnetschwebetechnik, Antriebssysteme und die Skalierbarkeit eines zukünftigen Hyperloop-Netzwerks. Ein wichtiger Meilenstein für das Team ist es, das Potenzial der Hyperloop-Technologie während der European Hyperloop Week 2026 zu demonstrieren. Dort möchte das Team THEIA II und dessen Leistungsfähigkeit präsentieren.
Lasersensoren für die Schwebe- und Positionsregelung
Für sein Schwebe- und Regelungssystem benötigte Delft Hyperloop eine zuverlässige Methode, um den Versatz des Fahrzeugs relativ zur Strecke zu messen. Diese Messung ist entscheidend für stabiles Schweben, kontrollierte Bewegung und ein sicheres Systemverhalten.
Althen lieferte hierfür FDRF603-Laser-Triangulationssensoren. Die Sensoren werden verwendet, um den Abstand des Fahrzeugs zur Strecke zu berechnen und Rückmeldungen an das Regelungssystem zu liefern.
Die Sensoren mussten hohe technische Anforderungen erfüllen:
- Messbereich von 25 mm bis 50 mm
- Vakuumkompatibilität
- RS485-Kommunikation
- Baudrate von 115,2 kBaud oder höher
- Hohe Genauigkeit
- Abtastrate von 1 kHz
Installation der Laser-Positionssensoren
Die Lasersensoren wurden vertikal zwischen der hybriden elektromagnetischen Aufhängung (HEMS) und horizontal zwischen der elektromagnetischen Aufhängung (EMS) installiert. Delft Hyperloop testete die Sensoren zunächst mit der im Handbuch empfohlenen Software. Anschließend integrierte und validierte das Team die Sensoren innerhalb seiner Embedded-Systems-Infrastruktur mithilfe von Automatisierungssoftware und Beckhoff-EL6021-Hardware.
Ergebnisse
Die Sensoren waren in der Lage, mit den schnellen Regelzyklen Schritt zu halten, die im hochdynamischen System von Delft Hyperloop erforderlich sind. Selbst bei vergleichsweise niedrigen Baudraten war das Team mit der Sensorleistung zufrieden.
Während der Tests beobachtete das Team gelegentliche Framing-Fehler im Request-Modus, die durch die umgebende Infrastruktur verursacht wurden. Da die Sensordaten aus vier separaten Bytes mit integrierter Prüfmethode bestehen, konnte Delft Hyperloop fehlerhafte Daten erkennen und verwerfen, bevor sie das Regelungssystem beeinflussen konnten. Dadurch wurden die FDRF603-Sensoren zu einem wertvollen Bestandteil des minimal funktionsfähigen Systems des Prototyps.
Über Delft Hyperloop X
Delft Hyperloop ist ein Dream Team der TU Delft, das an der Zukunft eines schnellen und nachhaltigen Transports arbeitet. Team X konzentriert sich stark auf die Skalierung der Hyperloop-Technologie für den Gütertransport – mit dem Ziel zu zeigen, dass Fracht effizient durch ein Hyperloop-System befördert werden kann.
Ziele des Teams 2026
Der neueste Prototyp, THEIA II, wurde am 12. März 2026 in der Nieuwe Kerk in Delft vorgestellt. Das Fahrzeug ist auf Ausdauer ausgelegt und integriert fortschrittliche Magnetschwebetechnik. Durch öffentliche Demonstrationen, Partnerveranstaltungen und internationale Wettbewerbe möchte Delft Hyperloop X die Hyperloop-Technologie näher an die praktische Anwendung bringen.
Mehr als Sensorlieferant: Althen als technischer Partner
Althens Beitrag geht über die reine Lieferung von Sensoren hinaus. Das technische Team unterstützte Delft Hyperloop bei der Bewertung von Sensorproblemen und half dem Team, ähnliche Probleme bei zukünftigen Tests zu vermeiden.
Als Sponsor fördert Althen ambitionierte studentische Ingenieursprojekte und trägt zur Entwicklung der Mobilitätstechnologie der nächsten Generation bei. Für Delft Hyperloop sind die FDRF603-Laser-Triangulationssensoren entscheidend für eine präzise Fahrzeugpositionierung, stabiles Schweben und eine zuverlässige Prototypenleistung.