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Hygiene- und Prozessdrucksensoren

Hygienische und Prozessdrucksensoren: Sicherstellung von Präzision und Hygiene in kritischen Industrien

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Hygiene- und Prozessdrucksensoren

Hygiene- und Prozessdrucksensoren (oder Transmitter) sind wichtige Komponenten in verschiedenen Industriezweigen, insbesondere in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmazie, der Biotechnologie und der chemischen Verarbeitung. Diese Sensoren dienen der Messung und Übertragung von Druckdaten und gewährleisten so den sicheren und effizienten Betrieb von Industrieprozessen. Hier finden Sie einen Überblick über die einzelnen Typen.

Anwendungen für hygienische Drucksensoren

Bei Hygienic-Drucksensoren verhindern glatte, spaltfreie Oberflächen die Ansammlung von Bakterien und Verunreinigungen. Die Sensoren sind leicht zu reinigen und oft für Clean-in-Place (CIP) und Sterilize-in-Place (SIP) Prozesse ausgelegt. Erfüllung und Einhaltung von Industriestandards wie FDA, EHEDG und 3-A Sanitary Standards. Hygienische Drucksensoren sind speziell für die strengen Anforderungen von Industrien ausgelegt, in denen Sauberkeit und Hygiene an erster Stelle stehen. Diese Sensoren werden typischerweise eingesetzt in:

  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Sicherstellung hygienischer Bedingungen zur Vermeidung von Kontaminationen.
  • Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie: Aufrechterhaltung steriler Umgebungen für die Arzneimittelproduktion und biologische Prozesse.
  • Kosmetika: Sicherstellung der Produktreinheit und -konsistenz.

     

Anwendungen für Prozessdruck-Sensoren

Prozessdrucksensoren sind so konstruiert, dass sie rauen Umgebungen wie extremen Temperaturen, hohem Druck und korrosiven Substanzen standhalten. Ihre hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind für die Aufrechterhaltung der Prozesssteuerung und -sicherheit unerlässlich. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit eignen sich Prozessdrucksensoren für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen. Sie werden zur Überwachung und Steuerung von Druck in verschiedenen industriellen Prozessen eingesetzt, u.a.:

  • Chemische Verarbeitung: Gewährleistung eines sicheren und effizienten Betriebs durch Überwachung des Drucks in Reaktoren, Rohrleitungen und Lagertanks.
  • Öl und Gas: Überwachung von Bohrlochdruck, Pipelinedruck und Raffinerieprozessen.
  • Wasseraufbereitung: Gewährleistung eines angemessenen Druckniveaus in Filtrations- und Verteilungssystemen.
  • Hygienisches Design
    Glatte, spaltfreie Oberflächen (und i. d. R. polierte Ausführung) reduzieren Anhaftungen und erleichtern die Reinigung – entscheidend für Food/Pharma/Biotech.
  • Erfüllung relevanter Hygienestandards & -anforderungen
    Ausgelegt auf die Einhaltung von Industriestandards wie FDA, EHEDG und 3-A – wichtig für validierte, audit-sichere Prozesse.
  • CIP/SIP- und Washdown-Tauglichkeit in der Praxis
    Konstruktions- und Schutzkonzepte (z. B. passende Prozessanschlüsse, hohe Schutzart) unterstützen robuste Nutzung in Reinigungs- und Nassbereichen.
  • Hohe Messperformance + einfache Integration in Prozessleitsysteme
    Hohe Genauigkeit/Zuverlässigkeit für Prozesssteuerung & -sicherheit sowie gängige Industrie-Ausgänge (analog/digital, z. B. 4–20 mA, HART/Bus-Protokolle) für nahtlose Systemintegration.

Worauf Sie bei der Auswahl eines geeigneten Sensors achten sollten

Bei der Auswahl eines Drucksensors sind Messbereich, Genauigkeit, Empfindlichkeit sowie die Einsatzbedingungen entscheidend. Speziell für unsere Kategorie Hygiene- und Prozessdrucksensoren haben wir die folgenden Hinweise zusammengestellt, damit Sie die passende Lösung für Ihr Projekt oder Ihre Anwendung finden:

Einhaltung von Hygienestandards

  • Geeignete Werkstoffe wählen: Die medienberührten Teile (wetted parts) sollten aus korrosionsbeständigen Materialien bestehen – z. B. Edelstahl 1.4404 / 316L – für lange Lebensdauer und hygienischen Betrieb. Achten Sie darauf, dass die Materialien mit dem Messmedium sowie den verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kompatibel sind.
  • Oberflächenqualität: Sensoren oder Transmitter mit polierter Oberfläche (z. B. Ra < 0,8 μm) reduzieren das Risiko von Anhaftungen und mikrobieller Kontamination und erleichtern die Reinigung.
  • Hygienische Prozessanschlüsse: Wählen Sie hygienegerechte Anschlüsse wie Tri-Clamp, DIN 11851 oder aseptische Fittings. Diese gewährleisten eine sichere, leckagefreie und leicht zu reinigende Verbindung zur Anlage.
  • Einfache Installation: Berücksichtigen Sie die Einbausituation und ob sich der Sensor nahtlos in Ihre bestehenden Prozessleitungen integrieren lässt – das reduziert Stillstandszeiten und sorgt für eine zuverlässige Abdichtung.
  • Betriebstemperaturbereich: Stellen Sie sicher, dass der Sensor den Temperaturbereich Ihres Prozesses zuverlässig abdeckt – einschließlich möglicher SIP-/CIP- bzw. Sterilisationszyklen – ohne Leistungsabfall oder Materialschädigung.
  • Temperaturkompensation: Sensoren mit integrierter Temperaturkompensation liefern auch bei wechselnden Prozesstemperaturen präzise Messwerte.
  • Passender Signalausgang: Wählen Sie ein Ausgangssignal, das zu Ihrem Leitsystem passt – analog (z. B. 4–20 mA, 0–10 V) oder digital (z. B. HART, PROFIBUS).
  • Schutz gegen Umwelteinflüsse: Eine hohe Schutzart (z. B. IP67, IP69K) ist wichtig, damit der Sensor Reinigungsprozessen (Washdowns) und rauen Umgebungsbedingungen standhält.
  • Wartungsfreundlichkeit: Bevorzugen Sie Sensoren, die sich leicht demontieren, reinigen und wieder montieren lassen, um Prozessunterbrechungen zu minimieren. Modelle mit Selbstdiagnosefunktionen können die Wartung zusätzlich vereinfachen.

Diese Punkte helfen Ihnen dabei, den optimalen Sensor für eine genaue und zuverlässige Messung auszuwählen. Für weitere Informationen oder Fragen steht Ihnen unser Team technischer Experten gerne zur Verfügung – wir unterstützen Sie dabei, die passende Sensorlösung für Ihr Projekt oder Ihre Anwendung zu finden.

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Stefan Kunisch

Leitung Produkt-Management